SR-PERFORMANCE · RATGEBER

Was bringt eine Getriebeoptimierung?

Schaltstrategie und Zusammenspiel mit der Motorsoftware.

Eine Getriebeoptimierung passt die TCU-Software an das gewünschte Fahrverhalten und die Motorleistung an. SR-Performance erklärt Schaltstrategie, Drehmomentabstimmung und die Möglichkeiten für unterstützte Getriebe.

Kurz erklärt

Was verändert TCU-Tuning?

01

Getriebesoftware statt Motorleistung

Das Getriebesteuergerät entscheidet unter anderem, wann geschaltet wird, wie das Getriebe auf Drehmomentanforderungen reagiert und welche Drehmomentwerte innerhalb der Getriebesteuerung zulässig sind.

02

Anpassung passend zu Fahrzeug und Setup

Bei unterstützten Getrieben können diese Funktionen passend zum Fahrzeug und zum gewünschten Leistungs- und Fahrverhalten angepasst werden.

Die passende Leistung bei SR-Performance

Erfahren Sie mehr über Motor- und Getriebesoftware bei SR-Performance und die Möglichkeiten für Ihr Fahrzeug.

Chiptuning und Getriebeoptimierung ansehen
Im Alltag

Was merkt man nach einer Getriebeoptimierung?

01

Passendere Schaltpunkte

Das Getriebe kann den Motor besser im gewünschten Drehzahl- und Leistungsbereich halten.

02

Direkteres Schaltgefühl

Bei unterstützten Getrieben können die Gangwechsel direkter auf die Leistungsanforderung reagieren.

03

Besseres Zusammenspiel mit Stage 1

Motor- und Getriebesoftware können auf das gleiche Drehmoment- und Leistungsziel abgestimmt werden.

04

Angepasstes Fahrverhalten

Je nach Plattform können die verschiedenen Getriebemodi besser zum gewünschten Fahrstil passen.

05

Passendere Rückschaltungen

Das Getriebe kann situationsgerechter zurückschalten, wenn die Plattform entsprechende Anpassungen zulässt.

06

Mehr Kontrolle über Fahrprogramme

D-, S- und manuelle Modi können je nach Getriebe unterschiedlich abgestimmt werden.

ECU & TCU

Was ist der Unterschied zwischen Motor- und Getriebeoptimierung?

Die ECU steuert den Motor. Eine Stage 1 erhöht bei unterstützten Fahrzeugen Leistung und Drehmoment durch Anpassungen innerhalb der Motorsoftware.

Die TCU steuert das Getriebe. Eine Getriebeoptimierung verändert deshalb nicht direkt die Motorleistung.

Sie beeinflusst vielmehr, wie das Getriebe mit dem vorhandenen Drehmoment arbeitet, wie es schaltet und welche internen Grenzwerte gelten.

Stage 1 + TCU

Braucht jede Stage 1 zusätzlich eine Getriebeoptimierung?

Nein. Ob eine TCU-Optimierung sinnvoll ist, hängt immer vom konkreten Motor und Getriebe ab.

NICHT IMMER NÖTIG

Viele Fahrzeuge funktionieren mit Serien-TCU

Bei manchen Fahrzeugen funktioniert eine Stage 1 problemlos mit der serienmässigen Getriebesoftware.

MANCHMAL SINNVOLL

Drehmomentgrenzen und Schaltstrategie können relevant werden

Bei anderen Kombinationen können serienmässige Drehmomentbegrenzungen, Schaltkennfelder oder die Getriebestrategie das zusätzliche Motordrehmoment beeinflussen.

Je nach Getriebe

Was kann bei einer Getriebeoptimierung angepasst werden?

Die verfügbaren Funktionen hängen stark von der jeweiligen TCU-Plattform und Software ab.

01

Drehmoment­begrenzungen

Eigene TCU-Drehmomentgrenzen können bei unterstützten Getrieben zum Leistungsziel angepasst werden.

02

Schaltpunkte

Je nach Fahrmodus kann beeinflusst werden, bei welcher Drehzahl oder Last hoch- oder zurückgeschaltet wird.

03

Schaltverhalten

Gangwechsel können je nach Plattform direkter beziehungsweise passender zum gewünschten Fahrverhalten abgestimmt werden.

04

Kupplungs- und Druckstrategie

Bei bestimmten Doppelkupplungsgetrieben können Kupplungssteuerung und hydraulische Druckstrategie Bestandteil der TCU-Kalibrierung sein.

05

Verhalten der Fahrprogramme

D-, S- und manuelle Modi können abhängig von der Getriebeplattform unterschiedlich abgestimmt werden.

06

Launch Control

Bei geeigneten Fahrzeug- und Getriebeplattformen können Launch-Control-Funktionen beziehungsweise Parameter Teil der Optimierung sein.

07

Rückschaltstrategie

Das Getriebe kann bei unterstützten Systemen situationsgerechter oder sportlicher zurückschalten.

08

Zusammenspiel mit ECU

Drehmomentinformationen und Getriebereaktionen können besser zum Motor-Setup passen.

Motor- und Getriebeoptimierung

ECU- und TCU-Optimierung im Vergleich

Beide Softwarebereiche erfüllen unterschiedliche Aufgaben und können je nach Fahrzeug sinnvoll zusammenspielen.

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Bereich ECU / Motorsoftware TCU / Getriebesoftware
Hauptaufgabe Motorleistung und Drehmoment steuern Schaltstrategie und Getriebereaktion steuern
Leistungssteigerung Direkt über Motorsoftware Erhöht Motorleistung selbst nicht
Drehmomentgrenzen Motorseitige Anforderungen und Limits Getriebeseitige Drehmomentgrenzen
Fahrverhalten Leistungsentfaltung des Motors Schaltpunkte, Schaltverhalten und Fahrprogramme
Zusammenspiel Liefert Drehmomentinformationen Reagiert auf Drehmoment und steuert Getriebe
Drehmoment

Warum besitzt das Getriebe eigene Drehmoment­begrenzungen?

Motor- und Getriebesteuergerät arbeiten bei vielen modernen Fahrzeugen eng zusammen. Die Motorsteuerung stellt Drehmomentinformationen bereit.

Die Getriebesteuerung verwendet diese unter anderem für Kupplungssteuerung, Schaltvorgänge und Schutzstrategien.

Wichtig zu verstehen

Eine höhere Softwaregrenze macht das Getriebe nicht mechanisch stärker

Eine TCU-Optimierung verändert die Steuerung des Getriebes.

Sie verändert jedoch nicht die mechanische Konstruktion von Kupplungen, Zahnrädern oder anderen Getriebekomponenten.

Deshalb muss die Abstimmung zum vorhandenen Getriebe und zum tatsächlichen Motordrehmoment passen. Softwareseitige Grenzwerte sollten nicht pauschal erhöht werden.

TCU ohne Stage 1

Lohnt sich eine Getriebeoptimierung auch bei Serienleistung?

Ja, je nach Getriebe kann eine TCU-Optimierung auch ohne Motorleistungssteigerung interessant sein.

Wer beispielsweise ein anderes Schaltverhalten, passendere Schaltpunkte oder eine direktere Getriebereaktion wünscht, kann auch bei Serienleistung profitieren.

Sinnvolle Vorgehensweise

Wie lässt sich eine TCU-Optimierung sinnvoll planen?

01

Fahrzeug und Getriebe identifizieren

Marke, Modell, Baujahr, Motorisierung und Getriebevariante bilden die Grundlage.

02

Motor-Setup berücksichtigen

Ist Stage 1 vorhanden oder geplant, sollte das tatsächliche Drehmoment bekannt sein.

03

Wunsch definieren

Schaltpunkte, Schaltverhalten, Fahrmodi oder Drehmomentgrenzen können je nach Plattform unterschiedliche Ziele sein.

04

TCU-Unterstützung prüfen

Nicht jedes Getriebe beziehungsweise jede Softwareversion unterstützt dieselben Anpassungen.

05

Getriebezustand beachten

Mechanische oder hydraulische Defekte sollten vor einer Optimierung ausgeschlossen werden.

06

ECU und TCU aufeinander abstimmen

Bei geeigneten Fahrzeugen können Motor- und Getriebesoftware auf dasselbe Leistungsziel abgestimmt werden.

Was TCU-Tuning kann – und was nicht

Optimierung oder Reparatur?

SOFTWAREOPTIMIERUNG

Schaltstrategie und TCU-Kalibrierung anpassen

Bei technisch intaktem Getriebe kann die Getriebesoftware passend zum Fahrzeug und gewünschten Fahrverhalten optimiert werden.

KEINE REPARATUR

Mechanische Defekte zuerst beheben

Mechanischer Verschleiss, defekte Kupplungen, hydraulische Probleme oder eine beschädigte Mechatronik werden durch TCU-Tuning nicht repariert.

Passende Informationen

Mehr zu Motor- und Getriebesoftware.

01

Stage 1 Chiptuning

Was bei einer Stage 1 technisch verändert wird und wie Motorsoftware Leistung und Drehmoment beeinflusst.

Stage-1-Ratgeber ansehen →
02

Getriebesteuergerät defekt

Symptome, Notlauf, Kommunikationsprobleme und TCU-Cloning bei defekten Getriebesteuergeräten.

TCU-Ratgeber ansehen →
03

Chiptuning & Fahrzeugoptimierung

Prüfen Sie, welche Motor- und Getriebesoftware für Ihr Fahrzeug verfügbar ist.

Fahrzeugoptimierung ansehen →
FAQ · TCU-Tuning

Häufige Fragen.

Was bringt TCU-Tuning?

Je nach Getriebe können Drehmomentbegrenzungen, Schaltpunkte, Schaltstrategie und weitere Funktionen angepasst werden. Besonders zusammen mit einer Motoroptimierung kann dadurch das Zusammenspiel von ECU und TCU verbessert werden.

Bringt Getriebeoptimierung mehr PS?

Eine TCU-Optimierung erhöht die eigentliche Motorleistung nicht. Sie verändert die Steuerung des Getriebes und kann bei einem optimierten Motor dafür sorgen, dass Motor- und Getriebesoftware besser zum gleichen Drehmomentziel passen.

Brauche ich TCU-Tuning bei Stage 1?

Nicht bei jedem Fahrzeug. Bei bestimmten Motor-/Getriebekombinationen können serienmässige Drehmomentgrenzen oder Schaltstrategien eine zusätzliche TCU-Optimierung sinnvoll machen.

Lohnt sich TCU-Tuning ohne Chiptuning?

Das kann je nach Getriebe sinnvoll sein, wenn beispielsweise ein anderes Schaltverhalten oder angepasste Schaltpunkte gewünscht werden.

Werden die Schaltvorgänge schneller?

Bei unterstützten Getrieben können Teile der Schaltstrategie beziehungsweise des Schaltverhaltens angepasst werden. Welche Veränderung möglich ist, hängt von der jeweiligen TCU-Plattform ab.

Kann Launch Control angepasst werden?

Bei bestimmten unterstützten Fahrzeug- und Getriebesteuergeräten können Launch-Control-Funktionen beziehungsweise entsprechende Parameter Bestandteil der Getriebeoptimierung sein.

Kann TCU-Tuning ein defektes Getriebe reparieren?

Nein. Mechanischer Verschleiss, defekte Kupplungen, hydraulische Probleme oder eine beschädigte Mechatronik werden durch eine Softwareoptimierung nicht repariert.

Wie erfahre ich, ob mein Getriebe unterstützt wird?

Senden Sie Marke, Modell, Baujahr, Motorisierung und – falls bekannt – die Getriebevariante. Damit lässt sich prüfen, welche TCU-Softwareoptionen verfügbar sind.

TCU / Getriebesoftware

Ist eine Getriebeoptimierung bei Ihrem Fahrzeug möglich?

Senden Sie uns Ihre Fahrzeugdaten und – falls bekannt – die verbaute Getriebevariante. Wir prüfen, welche TCU-Softwareoptionen verfügbar sind und ob eine Getriebeoptimierung zusätzlich zur Stage 1 sinnvoll ist.

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